Gebäudebrände
Die Palette der untersuchten Brandobjekte reicht von der Gartenhütte über Wohngebäude, Scheunen und Lagerhallen bis hin zu Einkaufsmärkten und Industrieobjekten. Die im Rahmen der Brandstellenuntersuchung nachgewiesenen Schadenursachen sind, was angesichts der Vielschichtigkeit der Brandobjekte nicht verwundert, ausgesprochen vielgestaltig. Neben so genannten natürlichen Brandursachen (Wärmestrahlung der Sonne, chemische oder biologische Selbstentzündungen und Blitzeinwirkung), die eine untergeordnete Rolle spielen, beispielsweise Mängel in den elektrischen Anlagen. Doch wird deren Zahl im Zusammenhang mit Brandentstehungen häufig deutlich überschätzt, da nach den hier vorliegenden Erfahrungen im Fall unklarer Brandursachen das Feuer nicht selten, immer wieder in Verkennung des tatsächlichen, aus dem Betrieb elektrischer Anlagen resultierenden Gefahrenpotentials, der Gebäudeelektrik zugerechnet wird. Durch elektrische Anlagen ausgelöste Gebäudebrände sind jedoch verstärkt im Zusammenhang mit dem Betrieb mangelbehafteter Verbraucher (Wasserkocher, Kühlschränke, Kaffeemaschinen pp.) oder der Verwendung von für den konkreten Zweck ungeeigneten Mehrfachsteckverbindungen zu verzeichnen. Auch der unbeaufsichtigte Betrieb von Elektroherden mit der Folge der Entzündung von Kochgut ist eine häufig zu registrierende Brandursache. Dagegen stellen Kurzschlüsse, die nicht selten als Ursache eines Gebäudebrandes genannt werden, ein Randproblem dar.
